Fritz Overbeck (mitgeteilt von seinem Sohn Fritz in: Stud. Gen. 3 (1959), S. 206, zitiert in Joachim Ritter: Landschaft. Zur Funktion des Ästhetischen in der modernen Gesellschaft, in: Joachim Ritter, Subjektivität, Frankfurt a. M. 1974, S. 176):
„Was hülfen uns unsere Strohhütten, Birkenwege und Moorkanäle, wenn wir diesen Himmel nicht hätten, welcher alles, selbst das Unbedeutendste adelt, ihm einen unsagbaren Reiz verleiht.“
Fritz Overbeck 1895:
„Darüber spannt sich der Himmel aus, der Worpsweder Himmel, den zu schildern die Feder verzweifeln muss, denn ein allzu armseliger Behelf würden meine Worte sein, um höchste Schönheit würdig auszudrücken.“
„Es ist ein seltsames Land … Wenn man auf dem kleinen Sandberg von Worpswede steht, kann man es ringsum ausgebreitet sehen, ähnlich jenen Bauerntüchern, die auf dunklem Grund Ecken tiefleuchtender Blumen zeigen. Flach liegt es da, fast ohne Falten. Und die Wege und Wasserläufe führen weit in den Horizont hinein. Dort beginnt ein Himmel von unbeschreiblicher Veränderlichkeit und Größe.“
Interview mit dem Autor Moritz Rinke in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) am 17.02.2010
HAZ: „Sie sind in Worpswede aufgewachsen, Worpswede ist Ort und Thema Ihres Romans, und Sie schreiben oft über den ganz besonders weiten und dramatischen Worpsweder Himmel. Haben Sie den selbst so erlebt, oder sehen Sie den so, weil alle sagen, dass das ein besonderer Himmel ist?“
Rinke: „Der Worpsweder Himmel ist in der Tat ganz besonders. Wie jedes ordentliche Worpsweder Kind habe ich die Malschule besucht. Da mussten wir auch den Himmel malen, was ich immer als besonders nervig empfand.“